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    <title>Zwischen Schnee und Schwelle (MärchenGedichte)</title>
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    <description>MärchenGedichte</description>
    <dc:publisher>rivka</dc:publisher>
    <dc:creator>rivka</dc:creator>
    <dc:date>2017-11-12T18:16:10Z</dc:date>
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    <title>Zwischen Schnee und Schwelle</title>
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  <item rdf:about="http://mirjamkosewitsch.twoday.net/stories/ereignishorizont/">
    <title>Ereignishorizont</title>
    <link>http://mirjamkosewitsch.twoday.net/stories/ereignishorizont/</link>
    <description>Ereignishorizont&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rostfleckig das Pflaster&lt;br /&gt;
von dem ein metallener Fächer&lt;br /&gt;
spät abends Dunstfinger spreizt  sie&lt;br /&gt;
nehmen den Stahlbesen fegen&lt;br /&gt;
Chlorophyllschauer&lt;br /&gt;
in den südwestlichen Rinnstein&lt;br /&gt;
des Ereignishorizonts.&lt;br /&gt;
Die Stadt schlägt den Lichtkragen hoch&lt;br /&gt;
blickt mit bebrillten Augen&lt;br /&gt;
kurzsichtig ins Dunkel.&lt;br /&gt;
In Kellerfalten versteckt&lt;br /&gt;
ticken Stromzähler wie Holzwürmer&lt;br /&gt;
im Gebälk des Novembers.&lt;br /&gt;
Ein Fausthandschuh&lt;br /&gt;
bündelt die Fernleitungen&lt;br /&gt;
öffnet die Gasflaschen und&lt;br /&gt;
mit hunderten stadtkopfgeborener &lt;br /&gt;
Luftschlösser&lt;br /&gt;
steigt meine Wohnstatt wohlgewärmt empor um&lt;br /&gt;
ballonrot im Orbit des Winters&lt;br /&gt;
Chlorophylls Rückkehr&lt;br /&gt;
abzuwarten.</description>
    <dc:creator>rivka</dc:creator>
    <dc:subject>Ereignishorizont</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2017 rivka</dc:rights>
    <dc:date>2017-11-12T18:15:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://mirjamkosewitsch.twoday.net/stories/die-farben-des-zuckers/">
    <title>Die Farben des Zuckers</title>
    <link>http://mirjamkosewitsch.twoday.net/stories/die-farben-des-zuckers/</link>
    <description>Die Farben des Zuckers&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fettflächige Lehmklumpen&lt;br /&gt;
auf der glänzenden Erde der Rübenfelder&lt;br /&gt;
beschweren ein sinkendes Gespinst aus Zuckerfäden&lt;br /&gt;
und die harten Blätter der Unterirdischen&lt;br /&gt;
schlecken wie krause Zungen.&lt;br /&gt;
Ein gelbsatter Waldrandbaum&lt;br /&gt;
hat einen orangenen&lt;br /&gt;
Rübenschnitz über die Neunuhrwipfel gespuckt:&lt;br /&gt;
ich nenne ihn Mond und sage&lt;br /&gt;
auch er hat Sonne gefressen&lt;br /&gt;
und wird&lt;br /&gt;
zunehmen.&lt;br /&gt;
Ich pflücke mir eine lautlose&lt;br /&gt;
braune Eule vom Himmel&lt;br /&gt;
die nach Pilzen duftet&lt;br /&gt;
und auf dem Heimweg einen Strauß&lt;br /&gt;
kürbisköpfiger Straßenlaternen&lt;br /&gt;
und die Vororthäuser&lt;br /&gt;
stehen mundtot&lt;br /&gt;
im Dunkeln.&lt;br /&gt;
Nur in einem blauflimmernden&lt;br /&gt;
Kinderzimmer&lt;br /&gt;
bettelt sich ein Mädchen&lt;br /&gt;
von allen Lutschern&lt;br /&gt;
ausgerechnet den rundesten aus,&lt;br /&gt;
den orangensten, den süßesten&lt;br /&gt;
und weiß nicht, warum.</description>
    <dc:creator>rivka</dc:creator>
    <dc:subject>Die Farben des Zuckers</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2017 rivka</dc:rights>
    <dc:date>2017-10-25T15:25:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://mirjamkosewitsch.twoday.net/stories/vorabendgewitter/">
    <title>Vorabendgewitter</title>
    <link>http://mirjamkosewitsch.twoday.net/stories/vorabendgewitter/</link>
    <description>Vorabendgewitter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mittdonnerfalls&lt;br /&gt;
blitzreiszig den Himmel geheutet dem&lt;br /&gt;
Sommernachtsschimmel die Sporen gegeben die&lt;br /&gt;
falreife Sonne getaucht&lt;br /&gt;
ins al iksir aus einigen bauchtraut&lt;br /&gt;
in Birnbäumen simmernden Essigfiolen;&lt;br /&gt;
unweit ihr ein Tropfsieb gewoben&lt;br /&gt;
(nicht sehr weit oben)&lt;br /&gt;
mittels Windkette und Wasserdampfschuss&lt;br /&gt;
rauchbespindelter Wolken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon ward ihr Stirnrund wund&lt;br /&gt;
ihr Lufthaar entzündet&lt;br /&gt;
das Regenbogenhandtuch&lt;br /&gt;
ausgewrungen. Noch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bestürzten Tropfen&lt;br /&gt;
die Oberflächen&lt;br /&gt;
der Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie Gras sind sie gelb&lt;br /&gt;
und bald wieder trocken.</description>
    <dc:creator>rivka</dc:creator>
    <dc:subject>Vorabendgewitter</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2017 rivka</dc:rights>
    <dc:date>2017-06-06T15:29:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://mirjamkosewitsch.twoday.net/stories/spur/">
    <title>Spur</title>
    <link>http://mirjamkosewitsch.twoday.net/stories/spur/</link>
    <description>Spur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich böse&lt;br /&gt;
Stiefmutter aller Märchen&lt;br /&gt;
eile mit glühenden Stiefeln&lt;br /&gt;
kreuzweis geschnürt&lt;br /&gt;
durch den Wald eurer&lt;br /&gt;
Fiktionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bäume stören sich nicht&lt;br /&gt;
an meiner rauen Rinde&lt;br /&gt;
aber meine Blätter&lt;br /&gt;
sind bunter und fallsüchtiger&lt;br /&gt;
der August&lt;br /&gt;
schon fast abgeschrieben.&lt;br /&gt;
Meine verdorrte Waldgeiss&lt;br /&gt;
blattblüte&lt;br /&gt;
lockt mit vergilbtem&lt;br /&gt;
Duft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bald ist es Nacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Niemand wird mich sehen&lt;br /&gt;
auch du nicht&lt;br /&gt;
wenn ich hinter dieser&lt;br /&gt;
fadendünn spinnscheinig vor-&lt;br /&gt;
schwebenden Netz-&lt;br /&gt;
haut voll Glühwürmchen hocke&lt;br /&gt;
nackt &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Spuren meiner Sohlen zu löschen&lt;br /&gt;
blieb keine Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kannst du die Riemen meiner Stiefel lösen?</description>
    <dc:creator>rivka</dc:creator>
    <dc:subject>Spur</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2017 rivka</dc:rights>
    <dc:date>2017-03-21T16:27:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://mirjamkosewitsch.twoday.net/stories/nacht-und-tag/">
    <title>Nacht und Tag</title>
    <link>http://mirjamkosewitsch.twoday.net/stories/nacht-und-tag/</link>
    <description>Nacht und Tag&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin es müde&lt;br /&gt;
die Augen angespannt&lt;br /&gt;
ins Finstre zu richten&lt;br /&gt;
das Nichts in geborgte&lt;br /&gt;
Schatten zu spähen da&lt;br /&gt;
in mir die Nacht&lt;br /&gt;
nicht die Nacht der Bäume nicht&lt;br /&gt;
meine mehr ist.&lt;br /&gt;
Wissend, dass Dunkles&lt;br /&gt;
Dunkleres&lt;br /&gt;
hüllt: Wann&lt;br /&gt;
wagte ich&lt;br /&gt;
die Augen zu schließen und&lt;br /&gt;
das Fenster das Sternenlaub&lt;br /&gt;
auszusperren&lt;br /&gt;
hoffend&lt;br /&gt;
dass seine Geheimnisse wirbeln würden&lt;br /&gt;
in meinem Kopf?&lt;br /&gt;
Von Abend zu Morgen gejagt&lt;br /&gt;
schlafe ich in&lt;br /&gt;
bildloser&lt;br /&gt;
Hast.&lt;br /&gt;
Sowenig wie der Wind&lt;br /&gt;
birgt ein Geheimnis der Schlaf&lt;br /&gt;
so wenig wie der Tod&lt;br /&gt;
meine Seele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tags&lt;br /&gt;
spüle ich Teller, wasche Söckchen, rede&lt;br /&gt;
mit Kindern, Freunden, Nachbarn;&lt;br /&gt;
trage meine Haut dem Sommer zu Markt,&lt;br /&gt;
den Feldern vor der Stadt, dem Wasser&lt;br /&gt;
im Freibad.&lt;br /&gt;
Tag für Tag&lt;br /&gt;
ist mein Schatten frei und mein Geist&lt;br /&gt;
ein besetztes Land&lt;br /&gt;
Notwehr&lt;br /&gt;
meine Flucht und mein Angriff&lt;br /&gt;
Schwäche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch du, mein Freund, da ich dich liebe, gehörst&lt;br /&gt;
zu den Besatzungsmächten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Glaube an kein Mysterium&lt;br /&gt;
in diesem Kopf:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als unsere Körper eins wurden&lt;br /&gt;
und es weder Tag war noch Nacht&lt;br /&gt;
da schwanden Licht und Traum da&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nun der Geist wieder über den Wassern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
scheint sein Geheimnis &lt;br /&gt;
für immer&lt;br /&gt;
verloren</description>
    <dc:creator>rivka</dc:creator>
    <dc:subject>Nacht und Tag</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2016 rivka</dc:rights>
    <dc:date>2016-11-28T01:00:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://mirjamkosewitsch.twoday.net/stories/mutter-nacht-schwester-mond/">
    <title>Mutter Nacht, Schwester Mond</title>
    <link>http://mirjamkosewitsch.twoday.net/stories/mutter-nacht-schwester-mond/</link>
    <description>Mutter Nacht, Schwester Mond&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mutter Nacht&lt;br /&gt;
Schwester Mond&lt;br /&gt;
meinabgewandt den&lt;br /&gt;
Rücken zugekehrt&lt;br /&gt;
den bleichen Arsch&lt;br /&gt;
der Mond ein &lt;br /&gt;
schwarzes Loch&lt;br /&gt;
Arschloch&lt;br /&gt;
das Winde bläst&lt;br /&gt;
Regen scheißt oder&lt;br /&gt;
Eingang&lt;br /&gt;
zur dunklen Höhle Nacht&lt;br /&gt;
da schläft die Sonne&lt;br /&gt;
mit der Nabelschnur&lt;br /&gt;
um den Hals&lt;br /&gt;
im Kaminfeuer&lt;br /&gt;
wie Holzscheite&lt;br /&gt;
brennen die Sterne&lt;br /&gt;
Weltraumspermien&lt;br /&gt;
im Strom der Dunkelheit&lt;br /&gt;
feuerwärtsschwimmend&lt;br /&gt;
durch den Mond&lt;br /&gt;
in die Nacht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
draußen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ist es zu kalt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jetzt für mich -</description>
    <dc:creator>rivka</dc:creator>
    <dc:subject>Mutter Nacht, Schwester Mond</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2016 rivka</dc:rights>
    <dc:date>2016-11-20T18:24:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://mirjamkosewitsch.twoday.net/stories/neuschnee/">
    <title>Neuschnee</title>
    <link>http://mirjamkosewitsch.twoday.net/stories/neuschnee/</link>
    <description>Neuschnee&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und neuer Schnee wird morgen sein&lt;br /&gt;
und eiskristallne Funkenflocken&lt;br /&gt;
aus tausend Wunderkerzen werden sprühen&lt;br /&gt;
und verglühen &lt;br /&gt;
so weiß wie Schnee&lt;br /&gt;
so rot wie Blut&lt;br /&gt;
so schwarz wie Ebenholz &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- ich sehe was, was du nicht siehst  &lt;br /&gt;
und halte dir die Augen zu &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und neuer Schnee wird morgen sein&lt;br /&gt;
und aller Schnee verbrennt &lt;br /&gt;
und tausend Fackeln werden leuchten&lt;br /&gt;
werden rennen&lt;br /&gt;
so weiß wie Schnee&lt;br /&gt;
so rot wie Blut&lt;br /&gt;
so schwarz wie Ebenholz &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- ich höre was, was du nicht hörst  &lt;br /&gt;
und halte dir die Ohren zu &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und neuer Schnee wird morgen sein.&lt;br /&gt;
Die Nacht erhellt er und löscht alles Licht&lt;br /&gt;
und malt doch tausend Schatten &lt;br /&gt;
körperlos&lt;br /&gt;
im weißen Schnee&lt;br /&gt;
im roten Blut&lt;br /&gt;
im schwarzen Aschenholz &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich seh dich an  so weiß wie Schnee&lt;br /&gt;
so schwarz wie Ebenholz &lt;br /&gt;
Ich binde mir die Augen zu&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und sehe doch, was du nicht sahst&lt;br /&gt;
und niemals sehen sollst.</description>
    <dc:creator>rivka</dc:creator>
    <dc:subject>Neuschnee</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2016 rivka</dc:rights>
    <dc:date>2016-01-04T19:08:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://mirjamkosewitsch.twoday.net/stories/lets-have-a-drink/">
    <title>Let&apos;s have a drink</title>
    <link>http://mirjamkosewitsch.twoday.net/stories/lets-have-a-drink/</link>
    <description>Lets have a drink&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lets have a drink!&lt;br /&gt;
Ich hasse leere Gläser.&lt;br /&gt;
Ein leeres Glas ist wie der Tod: Absolut&lt;br /&gt;
nichts, bis du,&lt;br /&gt;
vom Sterben besoffen,&lt;br /&gt;
nach jeder Flasche langst&lt;br /&gt;
in dieser teuflisch gut sortierten Bar:&lt;br /&gt;
lets have a drink!&lt;br /&gt;
Füll mir das unsichtbare Glas&lt;br /&gt;
mit Trauer und Verzweiflung, dann&lt;br /&gt;
mit Angst und Not, mit&lt;br /&gt;
Einsamkeit mit Tränen und&lt;br /&gt;
mit Zorn auf alle&lt;br /&gt;
gekreuzigten Götter &lt;br /&gt;
mit Bitterkeit mit Leid mit&lt;br /&gt;
Lethargie und Depression und&lt;br /&gt;
vergiss nicht&lt;br /&gt;
in jedem Falle&lt;br /&gt;
die Kirsche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lets have a drink!&lt;br /&gt;
Ich liebe leere Gläser. &lt;br /&gt;
Ein leeres Glas ist wie die Liebe: Absolut&lt;br /&gt;
alles, wenn du,&lt;br /&gt;
vom Leben besoffen,&lt;br /&gt;
nach jeder Flasche greifst&lt;br /&gt;
in dieser himmlisch gut sortierten Bar:&lt;br /&gt;
lets have a drink!&lt;br /&gt;
Füll mir das unsichtbare Glas&lt;br /&gt;
mit Freude und Verlangen, dann&lt;br /&gt;
mit Zärtlichkeit, mit Glück und&lt;br /&gt;
Sehnsucht, mit Jubel und &lt;br /&gt;
mit Dank an alle&lt;br /&gt;
tanzenden Götter &lt;br /&gt;
mit Leidenschaft mit Erotik mit&lt;br /&gt;
Sex und Ekstase und&lt;br /&gt;
vergiss nicht&lt;br /&gt;
in jedem Falle&lt;br /&gt;
das Eis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lets have a drink!&lt;br /&gt;
Hier ist ein leeres Glas. &lt;br /&gt;
Ein leeres Glas ist wie ein leeres Glas: Absolut&lt;br /&gt;
brauchbar. Lass uns,&lt;br /&gt;
vom Leben besoffen,&lt;br /&gt;
aus jeder Flasche trinken&lt;br /&gt;
in dieser lächerlich verstaubten Bar:&lt;br /&gt;
lets have a drink!&lt;br /&gt;
Füll uns das zerbrechliche Glas&lt;br /&gt;
mit Einsamkeit und Sehnsucht, dann&lt;br /&gt;
mit Glück und Angst, mit&lt;br /&gt;
Zärtlichkeit, mit Trauer und&lt;br /&gt;
mit Tränen über einen guten Gott &lt;br /&gt;
mit Verlangen mit Zorn mit&lt;br /&gt;
Verzweiflung und Freude und&lt;br /&gt;
vergiss nicht&lt;br /&gt;
in jedem Falle&lt;br /&gt;
gib acht auf&lt;br /&gt;
das Glas</description>
    <dc:creator>rivka</dc:creator>
    <dc:subject>Let&apos;s have a drink</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2016 rivka</dc:rights>
    <dc:date>2016-01-01T19:11:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://mirjamkosewitsch.twoday.net/stories/weihnacht/">
    <title>Weihnacht</title>
    <link>http://mirjamkosewitsch.twoday.net/stories/weihnacht/</link>
    <description>Weihnacht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Babypute fiel in meine Hand&lt;br /&gt;
nackt&lt;br /&gt;
in ihrer Glückshaube aus Plastik.&lt;br /&gt;
God, thats sad sagte mein Englischer&lt;br /&gt;
Freund und er bettete sie&lt;br /&gt;
in die Gefrierkrippe&lt;br /&gt;
des Supermarkts.&lt;br /&gt;
Die Orangen strahlten in den Paletten wie kobaltblaue&lt;br /&gt;
Christbaumkugeln: Die Verwandlung von&lt;br /&gt;
Kartoffelknollen und Brotlaiben in&lt;br /&gt;
Marzipan stand bevor. Schon&lt;br /&gt;
sammelten sich bärtige Weihnachtsgreise&lt;br /&gt;
in stahlgrüner Uniform unter&lt;br /&gt;
den Silvesterraketen. Its&lt;br /&gt;
After Eight wisperte warnend&lt;br /&gt;
mein Englischer Freund und&lt;br /&gt;
wies auf die Uhren&lt;br /&gt;
die sie trugen.&lt;br /&gt;
Aus Radio&lt;br /&gt;
aktiven Lautsprechern schwamm&lt;br /&gt;
auf Ultrakurzwellen ein Schiff&lt;br /&gt;
geladen&lt;br /&gt;
und von den höchsten Borden glitten&lt;br /&gt;
aus ihren Glastabernakeln die Kampffische trieben&lt;br /&gt;
preisreduziert&lt;br /&gt;
der Haltbarkeits-&lt;br /&gt;
datums-&lt;br /&gt;
grenze&lt;br /&gt;
ent-&lt;br /&gt;
ge-&lt;br /&gt;
gen</description>
    <dc:creator>rivka</dc:creator>
    <dc:subject>Weihnacht</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2015 rivka</dc:rights>
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  <item rdf:about="http://mirjamkosewitsch.twoday.net/stories/wexelrede/">
    <title>Wexelrede</title>
    <link>http://mirjamkosewitsch.twoday.net/stories/wexelrede/</link>
    <description>Wexelrede&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine krausen Lippen formen&lt;br /&gt;
verworfene Rede meine&lt;br /&gt;
Spitzelzunge hüpft über Kieferkämme sollen&lt;br /&gt;
doch andere meine Zähne&lt;br /&gt;
zusammenbeißen.&lt;br /&gt;
Warum ich? Ich&lt;br /&gt;
muschelentfaltet einbequemt&lt;br /&gt;
weichschwingender Haut entstiegen&lt;br /&gt;
dem Mangel an gelebter Zeit dem Überfluss&lt;br /&gt;
sehr begrenzter&lt;br /&gt;
Emotionen verascht entflammt gegen&lt;br /&gt;
die Flügellahmen die&lt;br /&gt;
- weinalt wie ich und rot genug -&lt;br /&gt;
sich zurückstopfen lassen&lt;br /&gt;
in junge Schläuche&lt;br /&gt;
die Köpfe verdreht&lt;br /&gt;
zum vergangenen Sodom. Ich&lt;br /&gt;
bin lieber kurzsichtig.&lt;br /&gt;
Gebrauchsanweisungen&lt;br /&gt;
les ich nicht mehr. Auch&lt;br /&gt;
gegen meine Weitsichtigkeit ist keine&lt;br /&gt;
Bifokalbrille gewachsen.&lt;br /&gt;
Mein Kraut heißt Belladonna Tollkirschsäfte&lt;br /&gt;
fließen in hochverzweigten Adern Wolfssträhnen&lt;br /&gt;
über meine Schultern und Brüste und&lt;br /&gt;
übrigens&lt;br /&gt;
mein zweiunddreißigspitziges Gebiss er-&lt;br /&gt;
trage ich nur&lt;br /&gt;
damit du mich fragen sollst&lt;br /&gt;
warum&lt;br /&gt;
ich so viele Zähne habe&lt;br /&gt;
damit&lt;br /&gt;
ich dich fressen kann.</description>
    <dc:creator>rivka</dc:creator>
    <dc:subject>Wexelrede</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2015 rivka</dc:rights>
    <dc:date>2015-12-09T16:00:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://mirjamkosewitsch.twoday.net/stories/ausgeschlossen/">
    <title>Ausgeschlossen</title>
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    <description>Ausgeschlossen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Wolkenlocken schuppte Schnee&lt;br /&gt;
auf eines fremden Daches Schindelschulter.&lt;br /&gt;
Der Winterwind schwieg eisig vor sich hin.&lt;br /&gt;
Ich stand, verrückt auf unbeschriebene Straße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und hinter mir die Tür war sehr verschlossen.&lt;br /&gt;
Der Mond roch nach Lavendel und verschwand,&lt;br /&gt;
und meine Schuhe standen zwischen Schnee und Schwelle&lt;br /&gt;
wie Schuhe nachts verkehrt vor kaltem Bett.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorwärts, seitwärts, seitwärts. Ran.&lt;br /&gt;
Ein jeder Schritt ist ein Schritt fort gewesen.&lt;br /&gt;
Auch sah das Weiß so abgestorben aus.&lt;br /&gt;
Da wollte ich nicht falsche Spuren legen.</description>
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    <dc:subject>Ausgeschlossen</dc:subject>
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  <item rdf:about="http://mirjamkosewitsch.twoday.net/stories/novemberaug/">
    <title>Novemberaug</title>
    <link>http://mirjamkosewitsch.twoday.net/stories/novemberaug/</link>
    <description>Novemberaug&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Horizonthöhe der Sonne&lt;br /&gt;
verringert sich von 23 auf 16 Grad.&lt;br /&gt;
Ein Kumulusmittag&lt;br /&gt;
runzelt also die Braue&lt;br /&gt;
über einem nieder&lt;br /&gt;
trächtig bleichen&lt;br /&gt;
Tagaug&lt;br /&gt;
das wird abends&lt;br /&gt;
und morgens&lt;br /&gt;
rot vor Frost und tränt&lt;br /&gt;
überhaupt&lt;br /&gt;
häufig.&lt;br /&gt;
Benebelt kann es seinen Blick nicht heben&lt;br /&gt;
von sich entblätternden&lt;br /&gt;
zunehmend nackten&lt;br /&gt;
Bäumen&lt;br /&gt;
und glattrasierten&lt;br /&gt;
fischhäutigen&lt;br /&gt;
Feldern  verschleiert&lt;br /&gt;
in einer Aufwallung&lt;br /&gt;
von Rauch&lt;br /&gt;
schließt der Himmel&lt;br /&gt;
sein graues Lid streicht&lt;br /&gt;
hinter der Netzhaut&lt;br /&gt;
die steifen, kalten&lt;br /&gt;
Bettlaken &lt;br /&gt;
des Winters&lt;br /&gt;
glatt.</description>
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    <dc:subject>Novemberaug</dc:subject>
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  <item rdf:about="http://mirjamkosewitsch.twoday.net/stories/echo/">
    <title>Echo</title>
    <link>http://mirjamkosewitsch.twoday.net/stories/echo/</link>
    <description>Echo&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Echo&lt;br /&gt;
grünen Lichts&lt;br /&gt;
aus den goldenen Schatten&lt;br /&gt;
des Sommers  dann&lt;br /&gt;
Gewitter Blitz ein&lt;br /&gt;
toter Baum&lt;br /&gt;
im Winter</description>
    <dc:creator>rivka</dc:creator>
    <dc:subject>Echo</dc:subject>
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  <item rdf:about="http://mirjamkosewitsch.twoday.net/stories/horizont/">
    <title>Horizont</title>
    <link>http://mirjamkosewitsch.twoday.net/stories/horizont/</link>
    <description>Horizont&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ferne, feine Linie: Horizont&lt;br /&gt;
Lass deine Augen sich nicht verlieren&lt;br /&gt;
verliere sie nicht aus den Augen&lt;br /&gt;
denn nur sie ist uns geblieben&lt;br /&gt;
vom Meer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ferne reine Linie Horizont&lt;br /&gt;
Die Weite nur im eingeengten Sein&lt;br /&gt;
und zwischen Luft und Wasser nur der Augenschein&lt;br /&gt;
der Augenblick&lt;br /&gt;
aufs Meer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ferne, eine Linie Horizont&lt;br /&gt;
nichts grenzenloser mehr als diese Grenze&lt;br /&gt;
und klar und weit und blendend wie&lt;br /&gt;
das Licht war&lt;br /&gt;
am Meer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur dieses sehen: Horizont&lt;br /&gt;
und allen andern Sinnen sich verschließen&lt;br /&gt;
( - vielleicht des Wassers Kühle nicht    &lt;br /&gt;
und nicht dem Wind - )&lt;br /&gt;
und weitergehn zurück&lt;br /&gt;
ins Meer.</description>
    <dc:creator>rivka</dc:creator>
    <dc:subject>Horizont</dc:subject>
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    <dc:date>2015-11-25T17:14:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://mirjamkosewitsch.twoday.net/stories/sonnenaufgang/">
    <title>Sonnenaufgang</title>
    <link>http://mirjamkosewitsch.twoday.net/stories/sonnenaufgang/</link>
    <description>Sonnenaufgang&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An einem Morgen&lt;br /&gt;
werden die Vögel schweigen und der Wind&lt;br /&gt;
wird zu Eis erstarren - :&lt;br /&gt;
und wer die Stille sucht wird&lt;br /&gt;
keine Ruhe finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An einem Morgen&lt;br /&gt;
wird die Finsternis das Licht des frühen Tags&lt;br /&gt;
verwelken lassen - :&lt;br /&gt;
und der erblindend auf den Morgen hofft wird&lt;br /&gt;
die Zeit töten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An jenem Morgen&lt;br /&gt;
wird die Nacht nicht sterben: wird mit ihrer Angst&lt;br /&gt;
den Tag ersticken:&lt;br /&gt;
und unauslöschbar brennt sich in die offnen Augen&lt;br /&gt;
das ewge Bild&lt;br /&gt;
der schwarzen Sonne.</description>
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    <dc:subject>Sonnenaufgang</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2015 rivka</dc:rights>
    <dc:date>2015-11-23T17:43:00Z</dc:date>
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   <title>find</title>
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